Das Recht auf eine eigene Ladestation können Vermieter nicht grundlos verwehren

Besitzer eines E-Autos, die täglich auf das Fahrzeug angewiesen sind, sichern sich mit der eigenen Ladestation für Zuhause auch einen unkomplizierten Weg, um den Akku mit neuer Energie zu versorgen. Mieter waren bis vor kurzem für die rechtmäßige Installation noch auf die Zustimmung des Vermieters angewiesen. Einen nicht unerheblichen Anteil der Mieter wurde diese Zustimmung verweigert. Der Gesetzgeber hat sich daher gezwungen gesehen Nachbesserungen an den vorhandenen Gesetzen vorzunehmen. Die neue Rechtslage gibt den Mietern ein Recht auf den Erhalt einer E-Tankstelle am Wohnort oder einem wirtschaftlich betriebenen Mietobjekt. Das Recht auf den erleichterten Zugang zur E-Mobilität wird somit höher eingestuft als das Recht des Eigentümers den baulichen Veränderungen die Zustimmung erteilen zu müssen.

Die Kosten für die Installation müssen die Mieter selbst tragen

Aufgrund der noch recht neuen Gesetzesänderungen sind Missverständnisse zwischen Mieter und Vermieter aktuell noch nicht komplett ausgeschlossen. Eine der größten Unklarheiten besteht über die Kostenverteilung. Hier hat der Gesetzgeber wiederum zu Gunsten der Vermieter entschieden. Deren Zustimmung zu den Umbaumaßnahmen kann jetzt zwar auf dem Rechtsweg eingefordert werden, was jedoch nicht bedeutet, dass auch die Rechnung in den Aufgabenbereich des Eigentümers fällt. Die Mieter, welche die Ladestation gefordert haben, müssen für die Zuleitung, Installation und anfallende Wartung und Reparaturen selbst aufkommen. In einem Mehrparteienhaus muss zudem sichergestellt sein, dass der Ladestrom nicht auf alle Parteien umgelegt wird. Zukünftig wissen sowohl Mieter als auch Vermieter deutlich besser, wo die eigenen Rechte und Pflichten liegen.

Die Eigentümer können auf eine fachgerechte Installation bestehen

Während die Mieter die Kosten für den Umbau selbst tragen müssen, bedeutet dies nicht, dass die Zuleitung oder Installation der Ladestation in Eigenregie erfolgen sollten. Der Eigentümer kann hier ein berechtigtes Interesse geltend machen, dass ein Fachbetrieb die Arbeiten vornimmt und sich die Ausführung mit den entsprechenden Rechnungen oder einem Blick auf die Arbeiten vor Ort belegen lassen. Die fachgerechte Ausführung der Installation liegt zudem im Interesse der Mieter, um wirklich sicherzustellen, dass mit der Nutzung der Ladestation für das Elektroauto in Berlin weder für Mensch noch Fahrzeug eine unmittelbare Gefahr vorhanden ist.

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